EU AI Act: Was KMU in Österreich und Deutschland jetzt beachten müssen

Der EU AI Act betrifft auch KMU. Aber für die meisten ist der Aufwand überschaubar. Pflichten, Risiken und eine Checkliste für Dein Unternehmen.

· ChangeMy.AI Team · KI Gesetze

Der EU AI Act ist da — und mit ihm die Unsicherheit. Gerade KMU-Inhaber fragen sich: Betrifft mich das überhaupt? Muss ich etwas tun? Kann ich bestraft werden? Die kurze Antwort: Ja, der AI Act betrifft auch KMU. Aber die längere Antwort ist beruhigend: Für die meisten Mittelständler ist der Aufwand überschaubar, wenn man weiß was zu tun ist.

Der AI Act in 60 Sekunden: Das risikobasierte System

Der EU AI Act teilt KI-Anwendungen in vier Risikokategorien ein:

Für die meisten KMU-Anwendungen gilt: minimales oder begrenztes Risiko.

Was KMU konkret tun müssen

Pflicht 1: KI-Kompetenz sicherstellen

Alle Organisationen, die KI einsetzen, müssen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter über ausreichende KI-Kompetenz verfügen. Ein halbtägiger Workshop reicht in der Regel aus. Dokumentiere die Schulung.

Pflicht 2: Transparenz bei KI-Interaktion

Wenn Dein Unternehmen Chatbots oder KI-generierte Inhalte einsetzt, muss klar erkennbar sein, dass es sich um KI handelt.

Pflicht 3: Hochrisiko-Systeme identifizieren

Prüfe, ob eines Deiner KI-Systeme in die Hochrisiko-Kategorie fällt: automatisierte Personalentscheidungen, Kreditwürdigkeitsprüfungen, sicherheitsrelevante Steuerungssysteme.

Warum AI-first-Systeme compliance-ready sind

Strafen und Durchsetzung

Bis zu 35 Millionen Euro oder 7 Prozent des Jahresumsatzes. Aber KMU erhalten explizit mildere Behandlung. Die klügste Strategie: Compliance von Anfang an einplanen.

Checkliste: AI Act Compliance für KMU

Fazit

Der AI Act ist kein Showstopper — sondern ein Qualitätssiegel. Wer jetzt auf AI-first-Systeme setzt, die von Anfang an compliance-ready gebaut sind, muss sich um den AI Act keine Sorgen machen.