Thomas Draxler bei „Der ERP Checker“: 10 Clips zum Betriebssystem für deinen Betrieb

Zehn kurze Ausschnitte aus Thomas Draxlers Auftritt im Podcast „Der ERP Checker“: warum Insellösungen das eigentliche Problem sind, warum nichts von der Stange kommt und wer das Wissen für dein System hat. Jeder Clip mit Wortlaut und Sprung in die ganze Folge.

· ChangeMy.AI Team · Podcast

Im August 2026 war Thomas Draxler, Mitgründer von ChangeMy.AI, bei Max im Podcast Der ERP Checker zu Gast. Rund 65 Minuten ging es darum, warum viele Betriebe mit einem Dutzend Programmen arbeiten, die nicht miteinander reden, und wie ein System aussieht, das auf den eigenen Betrieb gebaut ist.

Hier sind die stärksten Stellen als kurze Clips. Thomas sagt im Gespräch oft „ERP“. Gemeint ist meist mehr: das ganze Betriebssystem, in dem dein Betrieb arbeitet, mit ERP, CRM und KI-Agenten.

Die ganze Folge siehst du auf YouTube oder hier im Blog, mit Kapiteln und den Kernthesen zum Nachlesen: Thomas Draxler bei „Der ERP Checker“.

Ein System statt Insellösungen

Viele Programme, die nicht miteinander reden, sind das eigentliche Problem, und noch ein Tool löst es nicht. Thomas erklärt, warum ChangeMy.AI den ganzen Stack verknüpft und das ERP darin nur ein Teil ist.

Thomas: „Es gibt unfassbar viele Insellösungen, die dann zum Teil nicht miteinander zusammensprechen und so weiter. Und die Unternehmen haben einfach ein Riesenproblem. Also es macht für mich überhaupt keinen Sinn mehr, heutzutage einfach eine Software as a Service zu kaufen, und das einfach so, frei herumzuschwimmen zu lassen. Wir bauen den ganzen IT-Stack neu und das ERP ist einfach nur ein Teil davon. Und das muss halt alles miteinander gescheit verknüpft sein.“

Keine Demo, dein eigener Entwurf

Max fragt, wie man am besten auf ChangeMy.AI zukommt. Thomas' Antwort: Eine Standard-Demo könnte jeder Firma gehören. Überzeugend ist erst ein Entwurf mit deinem Namen und deinen Abläufen.

Max: „Wie kommt man am besten auf euch zu? Du hast schon angesprochen, Demoversion habt ihr auch wahrscheinlich oder dann kurzes Erstgespräch.“ Thomas: „Genau, also was ganz spannend ist, wir haben eigentlich gar keine Demoversion. Das ist so generisch. Das kann jedes Unternehmen sein. Man kann sich da nichts drunter vorstellen, aber wenn dann mein Name drinsteht, wenn dann meine Prozesse schon im ersten Use Case drinstehen dann macht das schon viel mehr her.“

Nichts von der Stange

Das Fundament ist immer gleich, der größere Teil wird auf den Betrieb gebaut. Den Einwand, das gehe im Support nicht, beantwortet Thomas mit KI-Agenten. Wem der individuelle Code gehört, steht auf der Startseite: dir, sobald der Baustein bezahlt ist.

Thomas: „20 % im Fundament immer gleich und die letzten 80 %, bauen wir genau auf das drauf, was das Unternehmen will. Das heißt, wir haben eigentlich nichts von der Stange, wenn man das so sagen soll. Jedes Unternehmen bauen wir neu auf und jetzt wird jeder springen und sagen: „Das könnt ihr nicht machen, weil das geht ja im Support nicht und so weiter.“ Dem muss ich widersprechen, weil wir das Ganze mit KI-Agenten lösen. Der Code von jedem ERP gehört dem Unternehmen, also nicht uns.“

ERP-Umstellung ohne Drama

Thomas hatte selbst Respekt vor ERP-Umstellungen. Dann saß er beim Kunden und merkte: Das neue System läuft, ist angeschlossen und hat alles drin.

Thomas: „Ich hatte immer extrem Respekt vor so ERP-Umstellungen. Das hat man ja früher immer so gesagt: Na ja, 'n ERP umstellen, das, es gibt noch kein ERP-System, das perfekt wär und so weiter. Und dann sitzen wir da beim Unternehmen und wir merken Das gibt's ja nicht. Das funktioniert ja wirklich. Das ist ja super angeschlossen. Das ist alles da drinnen.“

Das Wissen steckt in deinen Leuten

Max wendet ein, ein solches System brauche Branchen- und Prozesswissen von außen. Thomas widerspricht: Am besten kennen die Abläufe die Leute, die seit Jahren damit arbeiten. Mit ihnen wird das System gebaut.

Max: „Du brauchst 'n Domänenwissen, du brauchst das Branchenverständnis, du brauchst das Prozessverständnis.“ Thomas: „wer weiß es am besten? Die Mitarbeiter. Und ich brauch keine Zwischenperson, Ich brauch nur mehr die Mitarbeiter, die seit Ewigkeiten in dieser Firma drin sind und sich ewig einen Pain gehabt haben, wie ein Prozess abgebildet ist. Und mit denen reden wir einfach. Wir brauchen nicht mehr.“

Viel Geld für Software von der Stange

Thomas über den Kostendruck in kleinen und mittleren Betrieben und über Software von der Stange, die viel kostet und mit dem eigenen Betrieb wenig zu tun hat.

Thomas: „Ich glaub, der Kostendruck ganz vieler KMUs ist super gestiegen und man will automatisieren. Das bedeutet nicht, dass man unbedingt Personen wegnehmen will, also Angestellte wegnehmen will, sondern eher die IT-Kosten runtersenken will. Ich hab das Gefühl, dass diese Software, ERP-Anbieter ein unheimliches Geld verlangen für eine Software, die von der Stange ist und die vielleicht ein bissl angepasst ist, aber die mit dem Unternehmen persönlich nichts zu tun hat.“

Zehn Apps oder ein System

Aus der Live-Demo: Werkzeug, Fuhrpark, Urlaub und Zeiterfassung liefen vorher über je eine eigene App. Im Betriebssystem ist alles in einem. Die Demo-Firma „Voltika“ und ihre Daten sind erfunden.

Thomas: „Die Werkzeuge sind auch nach Auto verteilt, zum Beispiel: Wo ist das, wo ist das Werkzeug gerade? Wo ist die Akku-Bandsäge? An welchem Standort ist er? In welchem Auto ist er gerade? Dann ist hier Werkzeuge wieder eine andere App, die, der Fuhrpark auch wieder eine andere App, dann Urlaubsplanung, die ganze Zeitplanung und so weiter. Also wirklich das Time Management, ist wieder eine andere App gewesen. Und das verbinden wir hier alles, in einem.“

Ein System, das mitdenkt

Früher traute man sich kaum zu fragen, ob man im System etwas ändern darf. Jetzt schlägt das System selbst bessere Abläufe vor. Entscheiden tut der Mensch.

Thomas: „Ich trau mich fast schon gar nicht zu fragen: Kann ich das im System ändern? Oder ich kann nur die Wörter ändern oder was auch immer oder das Modul dazukaufen Und es regt etwas an, dass wirklich ein IT-System mitdenkt und dass es dir was vorschlägt und sagt: Hey, ich könnt's eigentlich, mach den Prozess doch so besser. Natürlich, der Mensch entscheidet zum Schluss“

„IT hat schon immer alles versprochen“

Viele glauben es Thomas am Anfang nicht. Überzeugt sind sie erst, wenn er mit einem Entwurf zurückkommt, der schon auf ihren Betrieb angepasst ist. Gemeint ist also ein auf den Betrieb angepasster Entwurf, nicht die Standard-Demo, die Thomas in „Keine Demo, dein eigener Entwurf“ ablehnt.

Thomas: „Viele glauben's mir gar nicht am Anfang. Also ich sitz auch wirklich manchmal da und, ich, die sagen alle: Nein, das glaub ich nicht, weil IT hat schon immer alles versprochen und so weiter. Aber ja, und dann sehen sie's. Also und dann sag ich: Ja, passt, wir kommen mit einer Demo zurück und ich komm mit einer Demo zurück auch wirklich schon angepasst ist auf das Unternehmen und die sagen: Das kann ja nicht sein.“

Neue Funktion gewünscht?

Max fragt, wie schnell eine neue Funktion kommt, wenn das System schon läuft. Was im laufenden Betrieb enthalten ist und was ein neuer Baustein kostet, steht auf der Preisseite.

Max: „Wenn jetzt das System live ist und 'n neues Feature-Wunsch ist, 'ne neue Funktion soll hinzugefügt werden, wie schnell seid ihr da aktuell?“ Thomas: „Also ich red von Minuten, Stunden, maximal Tage. Und das kostet aber nicht mehr, weil jedes Feature bei uns integriert ist. Es gibt nicht irgendwelche blödsinnigen Modulpreise noch dazu oder was auch immer, sondern es ist alles integriert, und einfach in dem Wartungsvertrag drinnen.“

Woher die Clips stammen

Alle Clips sind Ausschnitte aus der Folge „KI Agent im ERP: Er baute das ERP System einfach selbst“ von Der ERP Checker, veröffentlicht am 26.08.2026. Einige Clips setzen zwei oder drei Stellen der Folge zusammen, der Link unter jedem Clip führt zur ersten davon. Die Untertitel sind leicht bereinigt, Füllwörter fehlen, der Ton ist unverändert. Danke an Max und das Team von „Der ERP Checker“.

Wie sähe dein Betriebssystem aus?

Gib deine Firmenwebsite auf der Startseite ein. In einer Minute siehst du einen ersten Entwurf: welche Bausteine dein Betriebssystem hätte und welche Vorgänge ein KI-Agent darin übernimmt. Danach kannst du einen Termin mit Thomas ausmachen. Was das überhaupt ist, erklärt unser Grundlagenartikel zum Betriebssystem für den eigenen Betrieb.